Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
Jahr 325
Das Konzil in Nizäa im Jahr 325
  Synoden, Konzilien, Kirchentage und Reichstage bis 999 

Erstellt am 02.12.2007, zuletzt korrigiert am 20.12.2008

 

 

Das Wort Konzil stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: concilium = Rat bzw. Zusammenkunft.

Das Wort Synode stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet: synodos = Zusammenkunft bzw. gemeinsamer Weg. Beide Begriffe werden im ersten Jahrtausend sehr oft synonym für die gleiche Veranstaltung verwendet.

 

Anschließend eine Liste aller Konzilien und Synoden.

 

48        Apostelkonzil in Jerusalem.

 

 

251-256 Konzilien in Karthago.

 

 

Um300 Synode von Elvira.

306       Synode von Elvira.

314       Konzil von Arles.

324       Konzil von Antiochia.

325       1. ökumenisches Konzil von Nizäa verwirft die Lehre des Arius, den Arianismus.

341       Synode von Antiochien.

343       Konzil von Sardica. Die Bischofssitze sollten zukünftig nur noch in größeren Civitatas (Städten) errichtet werden.

353       Konzil von Arles.

355       Konzil von Mailand.

357       Konzil von Sirmium.

359       Konzil von Arminium und Seleucia.

362       Konzil von Alexandria.

367       Konzil von Laodicäa.

375       Synode von Rom.

378       Synode von Antiochia.

380       Synode von Saragossa.

381       2. ökumenisches Konzil von Konstantinopel. Gottheit des heiligen Geistes.

382       Synode von Rom.

393       Synode von Hippo.

397       Synode von Karthago.

 

 

400       Synode von Toledo.

431       22. Juni, 3. ökumenisches Konzil in Ephesus. Christus nur eine Person, Maria als Gottesgebärerin.

449       Räubersynode in Ephesus. Durchsetzung der Monophysiten mit Hilfe bewaffneter militanter Mönche.

451       8. Oktober, 4. ökumenisches Konzil in Chalkedon/Chalcedon. Dieses Konzil wurde von allen christlichen Kirchen als unfehlbar anerkannt, es führte jedoch zu mehreren Kirchenspaltungen. Christus in zwei Naturen.

452       Konzil von Arles.

465       Synode von Vannes.

 

 

506       Westgotisches Konzil von Agde.

511       10. Juli, Synode/Konzil von Orleans. Einberufen von Chlodwig I.

517       Synode von Epaon.

527       Synode von Dovin.

529       Konzil in Orange.

533       Konzil von Orleans.

535       Synode von Clermond.

538       Synode von Orleans.

541       Synode von Orleans.

549       Konzil von Orleans.

553       5. ökumenisches Konzil in Konstantinopel.

554       Synode von Arles.

561       Synode von Braga.

563       Synode von Braga.

572       Synode von Braga.

573       Synode von Auxerre.

583       Konzil von Lyon.

585       Synode von Macon. Die Synode vom 23. Oktober 585 erklärte den einst freiwilligen Kirchenzehnt zur Pflicht.

589       Konzil von Toledo.

590       Synode von Metz. Unter der Leitung von König Childebert II. (575-595).

 

 

614       Reichssynode in Paris am 18. Oktober.

626       Synode von Chlichy.

627       Synode von Macon. Erkannte die Ordensregel des heiligen Columban von Luxeuil an.

627-30  Synode von Reims.

633       Synode von Toledo.

647/53  Synode in Chalon-sur-Saone.

663/80  Synode von Autun.

664       Synode von Whitby (Northumbria). Entscheidung zu Gunsten der römischen Kirche bei der Christianisierung in England.

672/3    Synode zu Hertford.

675       Synode von Braga.

680/1    6. ökumenisches Konzil in Konstantinopel.

691       Konzil in Trullo.

692/3    Konzil quinisextum ökumenisches in Konstantinopel.

695       Synode von Auxerre. Quelle: MG Concilia I., S. 220-223

 

 

702       Synode in Nordumbrien.

729       Synode von Lüttich.

738       Synode in Rom. Quelle: Brief 41 des Bonifatius aus Rom an die geliebten Söhne Geppan und Eoban, Tatwino und Wyigberto.

742       Concilium Germanicum am 21. April. Erstes fränkisches Konzil nach vielen Jahren.

Unterstützt wurde die Synode von dem fränkischen Hausmeier Karlmann, der sie offiziell einberief. Bonifatius sah er nicht als Leiter der Synode, sondern nur als seinen Berater an. Die Beschlüsse der Synode wurden von Karlmann als allgemeines Gesetz verkündet.

Neben Bonifatius nahmen an der Synode noch sechs weitere Bischöfe teil: et Burghardum (Würzburg), et Regenfridum (Köln), et Wintanum (Büraburg), et Willibaldum (Eichstätt), et Dadanum (Erfurt), et Eddanum (Straßburg).

Die Beschlüsse:

1. Statt der adligen Laien, die in einigen Bistümern seit der Lehensvergabe durch Karl Martell herrschten, wurden als Leiter der Bistümer wieder Bischöfe eingesetzt.

2. Als verbindliche Klosterregel wurde die Benediktusregel für alle Klöster vorgeschrieben.

Nachfolgende Beschlüsse gelten noch Heute:

3. Jeder Bischof wurde zur Visitationsreise durch seine Pfarreien verpflichtet, während deren er die Firmungen vornahm. In diesem Zusammenhang kam der Brauch auf, Hilfsbischöfe, so genannte Weihbischöfe, einzusetzen, die den Bischof bei seinen Aufgaben unterstützen.

4. Der Klerus musste dem Bischof einmal jährlich in der Fastenzeit seinem Bischof gegenüber Rechenschaft über seine Lebens- und Amtsführung geben.

5. An jedem Gründonnerstag sollte eine Messe stattfinden, in der der Bischof die Heiligen Öle weihte, die für alle Pfarreien seines Bistums bei ihm abgeholt werden mussten.

6. Dem Klerus wurde das Tragen von Waffen und die Jagd verboten.

743       Synode in Les Estinnes am 1. März 743 für Karlmanns Herrschaftsgebiet.

Die Beschlüsse des Concilium Germanicum wurden bestätigt, wobei viele Punkte praxisnah modifiziert wurden. Die neuen Themen: Kampf gegen Ehebruch und Inzest sowie das Verbot christliche Sklaven an heidnische Herren zu geben.

744       3. März, Konzil in Soissons für Pippins Herrschaftsgebiet. Die Inhalte von Les Estinnes werden in eine praktikablere Form gebracht.

745       Anfang, 1.gesamtfränkischer Kirchentag: Gründungsbeschluss für austrasisches Erzbistum Köln / Absetzung Bischof Gewilibs von Mainz.

Bonifatius setzte es 745 auf der gemeinsamen Synode durch, dass die beiden Führer der Widerstandsbewegung, die Bischöfe Aldebert und Clemens, abgesetzt und der Klosterhaft übergeben wurden. Ein anderer seiner Gegner, der Bischof Gewilib von Mainz, der an einem Sachsen 738 Blutrache geübt hatte, trat kurz vor der Synode zurück. Bonifatius erreichte nicht die von ihm erstrebte offizielle Anerkennung der Oberhoheit Roms über die fränkische Kirche, weil die Fürsten sie nicht vollzogen und nur ein Teil der Bischöfe auf seiner Seite stand, während bei dem national-fränkisch gesinnten Teil sich ein starker Widerstand dagegen erhob, woran es auch lag, dass er sich mit Mainz als Bischofssitz begnügen musste, obwohl auf der Generalsynode von 745 auf seinen Wunsch Köln als fester Metropolitansitz für ihn bestimmt worden war. Bonifatius zog sich in sein Bistum Mainz zurück und wandte seine besondere Liebe dem Kloster Fulda zu. An den großen kirchlich-politischen Ereignissen war er nicht mehr beteiligt.

745       25. Oktober, Synode von Rom.

747       August, 2.gesamtfränkischer Kirchentag in Düren, Ergebenheitserklärung nach Rom. Pippin informierte sich direkt beim Papst über das rechte Verhältnis zwischen Priestern, Chorbischöfen und Metropoliten. Karlmann verkündet seine Abdankung und den Rückzug ins Kloster Montecasino.

747       Synode in Clovesho, England.

748       Nach Karlmanns Abdankung beruft Pippin III. selbst ein Konzil ein.

754       Reichstag am 14. April zu Ostern in Quierzy mit Papst Stephan II.

751       Pippin III. wird König und löst die Merowinger ab.

754       Konzil von Hiereia (heute Fenerbahce in der Türkei). Einberufen vom byzantinischen Kaiser Konstantin V. Ein Konzil von ikonoklastischen Bischöfen und Klerikern und eines der kleinsten jemals abgehaltenen Konzile, um die Verehrung von Bildern zur Häresie zu erklären.

754       Am 28. Juli werden Pippin III., seine Frau und seine Söhne Karl und Karlmann von Papst Stephan II. in St. Denis, im alten Hauskloster der Merowinger, gesalbt. Papst Stephan II. hält sich das ganze Jahr 754 im Frankenreich bei Pippin III. auf.

755       5. Juni, Bonifatius wird im Alter von fast 82 Jahren in Friesland bei Dokkum ermordet. In einem triumphalen Leichenzug wurde er nach Fulda überführt und dort, gemäß seinem eigenen Wunsch, am 9. Juli beigesetzt.

755             11.Juli, Synode in der königlichen Pfalz Ver an der Oise.

In Gegenwart Pippins wurden die wichtigsten Bestimmungen über das rechte Verhältnis zwischen Priestern, Chorbischöfen und Metropoliten nach dem Tode des Bonifatius noch einmal schriftlich festgehalten.

756             Synode in der königlichen Pfalz Verberie.

756       Synode in Aschheim.

757             Synode in der königlichen Pfalz Compiègne.

Megingaud war anwesend. Die Gründung von Gorze und die dazu von Chrodegang niedergeschriebenen und auf dem Konzil von Compiègne beratenen Regeln dienen hinfort als "Mustersatzung" für viele Klostergründungen.

Im Jahr 757 verabschiedete das fränkische Konzil von Compiègne, das sich auch mit eherechtlichen Fragen befasste, folgende Weisung: „Wenn ein lepröser Mann eine gesunde Frau hat, kann sie, wenn er ihr die Erlaubnis geben will, sich einen [anderen] Mann zu nehmen, das akzeptieren, wenn sie will“. Der unmittelbar anschließende Nachsatz „Ebenso der Mann“ (similiter et vir) zeigt an, dass diese Regelung - wie viele andere Bestimmungen dieses Konzils – Geltung für beide Geschlechter haben sollte (MGH Capitularia 1, hg. v. Alfred Boretius, Hannover 1883).

762             Synode in Attigny.

Im Jahre 762 trafen sich in Attigny 22 Bischöfe, 5 Abtbischöfe und 17 Äbte zu einer Synode „pro causa religionis ac salute animarum“, bei der gegenseitige Gebetsleistungen beschlossen wurde (Concilium Attiniacense, MGH Concilia aevi Karolini I,1).

Die Synode wurde von König Pippin III. geleitet, jedoch von Erzbischof (seit 754) Chrodegang von Metz veranlasst. Crodegangs Name ist auch der erste unter den 44 Prälaten, die 762 diesen Klerus-Gebetsverein, den Totenbund von Attigny, schlossen. Megingaud, Lullus und Willibald waren auch anwesend.

Attigny ist seit 682 als fränkische Königspfalz bezeugt. Die vereinbarten Leistungen bezogen sich nur auf das Verstorbenengedenken. Weshalb auch die Bezeichnung „Totenbund“ angebracht ist. Im Falle des Todes eines Vertragspartners mussten die anwesenden Bischöfe, Abtbischöfe und Äbte je 100 Psalter und Messen singen lassen und 30 Messen persönlich feiern. Es handelte sich dabei um eine vertragliche Vereinbarung mit Rechtscharakter und die Gegenseitigkeit des Gedenkens stellt die Grundlage dar. Die Differenzierung der Gebetsleistung ist außerdem charakteristisch. Um die Memoria überhaupt zu erfüllen, mussten Listen ausgetauscht werden, welche die Namen derjenigen enthielten, derer gedacht werden sollte. Es handelt sich hierbei um das erste Zeugnis einer Synodalverbrüderung.

An der Synode von Attigny nahmen alle wichtigen Bischöfe, Abtbischöfe und Äbte teil. Der Totenbund wurde von diesen geistlichen Würdenträgern, stellvertretend für die Klöster, getragen. Spätere Gebetsbünde bzw. Verbrüderungsverträge wurden von den Monasterien selbst abgeschlossen.

767       Synode in der königlichen Pfalz Gentilly.

769       12. April, Synode in Lateran (Rom). Lateran war bis 1308 der Amtsitz der Päpste.
Ein Jahr nach Pippins (III.) Tod versammelte Papst Stephan III. (768-772) Bischöfe aus fränkischen und langobardischen Landen sowie aus Gebieten des ehemaligen Exarchates zu einer Synode im Lateran, welche die bilderfeindliche Häresie des oströmischen Kaisers verdammte, die Datierung nach Kaiserjahren durch die Formel regnante domino nostro Jesu Christo vermied und somit faktisch die Oberherrschaft des oströmischen Kaisers leugnete.

770       Synode in Dingolfing.

Sie fand im agilolfingischen Herzogshof statt, bei dem Herzog Tassilo III. 770 die Bischöfe und Äbte seines Herzogtums zu einer Synode versammelte. Dieser Hof befand sich neben der ältesten Pfarrkirche St. Johannes, der Vorgängerin des bestehenden spätgotischen Baus. Die Liste der anwesenden Äbte: Oportunus (Mondsee), Wolfperht (Niederaltaich), Adalperht (Tegernsee), Atto (Scharnitz-Schlehdorf), Utto (Metten), Lantfrid (Benediktbeuren), Alpuni (?), Hrodhart (Chiemsee ?), Ernust (?), Reginperht (Moosburg), Wolchanhart (Berg), Perhtcoz (Schliersee), Sigideo (Weltenburg oder Münchsmünster).

771       Synode in Neuching.

777       Reichstag in Paderborn.

779       Synode von Herstal.

785       Konzil von Paderborn.

787       7. ökumenisches Konzil von Nicäa. Byzantinischer Bilderstreit, Ikonenverehrung unter gewissen Bedingungen als rechtgläubig anerkannt.

788       Reichstag zu Ingelheim.

789       Synode von Aachen.

792       Synode von Regensburg. Auf der Synode in Regensburg wird der Adoptianismus als Häresie verurteilt. Nach dem Adoptianismus ist Jesus Christus nur ein Mensch gewesen, der von Gott gleichsam "adoptiert" wurde.

794       Synode von Frankfurt.

799       Herbst, Synode von Paderborn. Papst Leo III. und Karl der Große waren dabei.

799       Synode von Salzburg.

 

 

802       Synode von Aachen.

805       Synode von Freising.

809       Synode/Konzil von Aachen.

813       Synode von Arles am 10. und 11. Mai.

813       Synode von Mainz am 9. Juni.

813       Synode/Konzil in Reims.

813       Synode in Chalon-sur-Saone.

813       Synode in Tours.

813       Synode in Chalons.

815       Synode zu Konstantinopel.

816       Konzil zu (Aachen).

817       Konzil zu (Aachen).

818/19  Reichstag in Aachen.

822       Synode von Attigny.

826       Synode zu Ingelheim.

826       Synode in Rom.

829       Synode von Lyon.

829       Synode in Paris.

829       Reichstag zu Worms.

831       Reichstag zu Aachen.

835       Reichstag zu Diedenhofen.

836       Synode zu Aachen.

843       Synode zu Konstantinopel.

844       Synode zu Rom.

847       Synode zu Mainz.

849       Synode zu Quierzy.

850       Synode in Pavia.

852       Synode zu Mainz.

853       Synode zu Quierzy.

853       Synode zu Soissons.

857       Synode zu Mainz.

859       Synode zu Savonnieres.

863       Lateransynode zu Rom.

865       Synode zu Konstantinopel.

867       Photius-Konzil in Konstantinopel.

868       Synode in Worms.

869       Synode in Rom.

869-70  8. ökum. Konzil in Konstantinopel.

870       Synode von Regensburg.

870       Synode von Köln.

876       Synode zu Ponthion.

879-80  Oström. Konzil in Konstantinopel.

880       Synode in Rouen.

887       Reichstag in Tribur.

894       Synode in Chalons.

895       Synode zu Tribur.

897       Synode von Rom.

Die Leichensynode von Rom, war ein kirchlicher Schauprozess und ein moralischer Tiefpunkt des Papsttums. Papst Stephan VI. (Mai 896-August 897) hielt im Januar 897 nach Papst Formosus Tod (+4. April 986)ein grausiges Strafgericht. Formosus, Papst von 891-896, wurde als Häretiker verurteilt, da er den Eid gegen Johannes VIII. (872-882) gebrochen hatte. Obwohl der Prozess erst nach Formosus Tot stattfand, war er dennoch anwesend: Sein exhumierter, stark verwester und päpstlich gekleideter Leichnam saß auf einem Stuhl im Verhandlungssaal. Er wurde der widerrechtlichen Besitzergreifung des päpstlichen Stuhls angeklagt und nachträglich abgesetzt. Man widerrief seine Weihe, schlug dem Leichnam die drei Schwurfinger ab, tauschte die päpstlichen Gewänder gegen Laienkleidung und warf die Leiche in den Tiber.

Papst Stephan VI. wurde im August 897 eingesperrt und aufgehängt.

 

 

909       Synode in Troste.

911       Reichstag in Forchheim.

916       Synode zu Hohenaltheim.

926       Reichstag in Worms unter Heinrich I.

932       Synode in Dingolfing.

948       Synode zu Ingelheim.

950-54  Synode zu Mainz.

952       Reichstag auf dem Lechfeld bei Augsburg unter Otto I., den Großen.

967       Reichstag in Ravenna unter Otto II.

968       Synode zu Ravenna.

976       Synode in Seligenstadt, Ende April.

983       Reichstag in Verona, Wahl Otto III.

989       Synode zu Charroux.

990       Synode zu Le Puy-en-Velay.

991       Synode von Saint-Basle (Bâle) zu Verzy.

994       Synode zu Anse.

995       Synode zu Mouzon.

996       Synode zu Ingelheim.

 

 

 

Synoden in Würzburg:

1287

1298

1314

1329

1407

1446

1452

 

 

 

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