Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
Aus Erlach
Franz Alois Greser, geb. 6.10.1931, gest. 29.03.2006
   

Im Kloster
Im Jahre 1980: v.l. Guste Trunk, Josi Kern, Bürgermeister Franz Greser
  Franz Greser – ein Leben für das Gemeinwohl 

Erstellt am 03.04.2006

 

 

 

Von Martina Schneider, Mainpost 03.04.2006

 

"Vor der Wirklichkeit des Todes stehen wir alle hilflos da", sagte Pfarrer Alkuin Mahr am Grab von Franz Greser. Am Samstagnachmittag nahmen über 500 Vertreter aus Kommunalpolitik, Feuerwehr, der Gemeinde, Freunde und die Familie in Erlach Abschied von Franz Greser, einem Mann, der laut Bürgermeisterin Karin Berger "einen großen Teil seines Lebens in den Dienst der Öffentlichkeit und des Gemeinwohls gestellt hatte".

 

"Er war ein Mann von klaren Grundsätzen, fest verwurzelt in seiner Heimatgemeinde, ein geselliger Mensch, der stets seinen Mitmenschen zugewandt war", erklärte Neustadts Bürgermeisterin. Von 1966 bis 1999 engagierte sich Greser in der Kommunalpolitik der Gemeinde, der er 14 Jahre als Erster Bürgermeister vorstand.

 

"Es gehörte einfach zum seinem Wesen, sich für seine Mitmenschen einzusetzen", machte Pfarrer Mahr in seiner Predigt in der bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Erlacher Pfarrkirche St. Johannes der Täufer deutlich. Auch für die Kirche sei Greser stets da gewesen, wenn man ihn brauchte. Die Musik für sein Requiem, die Deutsche Messe von Schubert, "Von guten Mächten wunderbar geborgen" und das "Segne Du, Maria" hatte der Verstorbene selbst ausgesucht. Gresers Sarg begleitete auf dem Friedhof eine Ehrenformation der Erlacher und Neustadter Feuerwehr sowie des Schiffervereins.

 

Musikalisch umrahmten die Waldzeller Musikanten die Beerdigung. "Er war immer für andere da und ist stets gradlinig seinen Weg gegangen", hob stellvertretender Landrat Roland Metz Gresers Engagement in Kommunal- und Kreispolitik heraus. Für seine Verdienste habe er das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.

 

Alle Feuerwehrführungsdienstgrade Unterfrankens, Kreisbrandinspektoren und Feuerwehren des Landkreises gaben ihrem ehemaligen Kreisbrandrat am Samstag das letzte Geleit. "Er war ein Mensch, der auf unnachahmliche Art humorvoll und immer auf Ausgleich bedacht über 30 Jahre das Feuerwehrwesen in verschiedenen Dienstgraden geprägt hat", hob Kreisbrandrat Gerhard Kümmel hervor. Dafür habe Greser das silberne Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes erhalten.

Die Notwendigkeit des Zusammenschlusses von Privat- und Kommunalwald habe Greser schon früh erkannt und vor 26 Jahren die Forstbetriebsgemeinschaft Lohr-West mit begründet, erklärte deren Vorsitzender, Neuendorfs Bürgermeister Konrad Rauch.

 

Für die Erlacher und Neustadter Vereine sprach Karl-Heinz Dann: "Du hast mitgestaltet und dich mit vollem Einsatz für deine Ideale eingesetzt." Dann dankte er im Namen der CSU Erlach und der CSU Main-Spessart, des Erlacher Carnevalvereins, der Feuerwehren aus Neustadt und Erlach, des Spessartvereins Neustadt, des FSV Neustadt-Erlach und des Erlacher Schiffervereins.

 

 

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