Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
Kirche St. Gertraud
Neue Abteikirche und heutige Pfarrkirche St. Michael u. Gertrud
  Die Geschichte von Neustadt am Main 

Klaus Weyer, erstellt am 16. April 2021.


Um 150
ist Neustadt am Main als Locoritum (Furt im See) von Ptolemäus erwähnt.


Um 638
soll Gertrud von Nivelles öfters im Jagdschloss auf dem Michaelsberg gewesen sein.
Gertrud war die Tochter von Hausmeier Pippin den Älteren
Die Gründungsgeschichte des Kloster Neustadt muss neu überdacht werden!
Es ist überfällig!
Die Gemeinde Neustadt am Main sollte jetzt endlich diese aktuelle Klostergeschichte akzeptieren.
Und ich habe dafür Fakten, Fakten, Fakten.

Ab Anfang 738
wurde Burkard das Jagdschloss auf dem Michaelsberg von Karl Martell übergeben. Burkhard gründete in Rorinlacha die erste Klosterzelle auf dem Michaelsberg in Neustadt, mit einer kleinen einschiffigen merowingischen Saalkirche. Rorinlacha heißt: ein mit Röhricht bewachsener Sumpf.

Ab Anfang 742
Wurde Burkard zum 1. Bischof von Würzburg von Karlmann bestimmt. Geweiht wurde er bereits 737/738 vom Papst in Rom, als Bischof ohne Bischofssitz.

Ab Anfang 742
gründete Megingaud die Klosterzelle an der „Alten Statt“ im Tal. Den Grund und Boden hatte er von Hatto erhalten.
Das erste Kloster im Tal mit einer kleinen einschiffigen merowingischen Saalkirche, vergleichbar mit der Saalkirche auf dem Michaelsberg. Heute unter dem Pfarrhaus.

Ab Anfang 754
wurde Megingaud zum 2. Bischof von Würzburg von Pippin den Jüngeren bestimmt und von Bonifatius geweiht.

Ab Anfang 769
zog sich Megingaud mit einigen Mönchen an den Ort Rorinlacha zurück.

Ab Anfang 772
initiierte Karl der Große ein neues Benediktinerkloster als Missionskloster an der „Neuen Statt“.

781
Das Kloster an der „Neuen Statt“ wurde eingeweiht. Man sieht noch heute die Grundmauern und den unteren Teil des Turms der Vierungskirche. Und der untere Teil des Nordturms der heutigen Kirche gehörte auch dazu. Die eingemauerte Kapelle im Südturm der heutigen Kirche, mit 3 Skeletten, gehörte bestimmt auch dazu. Der Konvent befand sich unter der heutigen Pfarrkirche.

Am 26. September 783
Starb Megingaud im Kloster Neustadt am Main.
Sein Sandstein-Sarg aus Neustadt ist heute in der Gruft der Neumünsterkirche. Grau angestrichen!

Das Benediktinerkloster Neustadt beeinflusste anschließend bis 1803, 1065 Jahre, die Geschichte des Raumes.

Am 22. Januar 1803
wurde das Kloster Neustadt im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

Am 26. Mai 1857
brannte das Kloster zusammen mit der Abteikirche völlig ab.

1960
wurde die Klosterruine abgebrochen. Das Landesamt für Denkmalpflege lehnte eine Grabung ab!
Ein scheußlicher Neubau wurde von den Dominikanerinnen veranlasst.

Mit der Aufhebung des Benediktinerklosters durch die Säkularisation im Jahre 1803 änderte sich viel in Neustadt und Erlach. Die Einwohner mussten sich umstellen.
Heute sind Neustadt und Erlach, auf Grund der Lage und seiner alten und neuen Geschichte, Dörfer ohne Landwirtschaft und Industrie geblieben. Mit all dessen Vor- und Nachteilen.


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