Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
Ernst A. Englert und G. H. Schüll
Der Besitz des Kloster Neustadt. Gezeichnet von G. H. Schüll
  Grenzbeschreibung des Kloster Neustadt a. Main 

Erstellt am 07.6.2006

 

 

Die Neustädter Grenzbeschreibung ist mit höchster Wahrscheinlich in 4 Urkunden belegt.

Unter anderem die Stiftungsurkunde von Karl dem Großen.

J. Schnetz beschäftigt sich mit der Neustädter Klostergrenze detailliert in seinem Programm des Gymnasium Lohr 1913/14; siehe auch Skizze nach Schnetz links!

 

Nach den Urkunden wurde dem Kloster Neustadt ein Gebiet zugesprochen, dessen Grenzgang folgendermaßen verlief:

 

A fluvio Moyna super Lachberc,

idne ad Erphenbrunnen,

per ipsum Erphenbuch,

inde ad Benninbetti,

inde deorsum Wigolwesdal,

super fluviolum Lara,

inde sursum ad Langenrein,

supra Stoyfilink,

ad locum qui dicitur T(h)uoron,

inde deorsum Sconoluesdal,

in Wachenbach,

et sic deorsum usque quo Steinbach influit,

inde supra montem Truotberg,

ad supremum Altfildi,

in Kunilinsbach et sic per decursum eius in fluvium Moyna.

 

Hiernach lief die Grenze des Klosterbesitzes oberhalb Neustadt vom Main.

 

Vom Main über den Lachberg

zum Erphenbrunnen (heute Ruhbrunnen),

von da zum Erphenbuch,

zum Benninbetti (Neustadter Törle),
von da hinab in das Wigelwesdal,

über den Bach Lara (Hafenlohr) in der Nähe vom Gerlachsfurtlein, dem heutigen Erlenfurt,

von da den Langenrain hinauf,

über den Stoyfilinc (Hoher Knuck),

zum Ort genannt Thuoron,

von da das Sconolwesdal,

hinab in den Wachenbach

und diesen entlang bis dorthin, wo der Steinbach einfließt, (Heinrichswasser oder Salzbach oder Ursprung des Wachenbaches),

von da über den Truotberg (Trauberg)

auf die Altfelder Höhe

zum Kunilinsbach (Külwi) und dorthin, wo dieser in den Main zieht, den Main herauf bis Neustadt.

 

Die Grenze von Neustadt bis zum Trauberg ist ungefähr noch die gleiche, die der heutige, Löwensteiner Park aufzeigt.

 

Die Westgrenze des Klosterbesitzes war im Mittelalter zwischen Würzburg und Mainz ein umstrittenes Gebiet. Auf Betreiben Julius Echters kam im Jahre 1585 ein Vertrag zustande, der in diesem "Haderwald" die endgültige Grenzlinie festlegte.

 

Der südliche Teil der Neustädter Grenze ist auch in der Tauschbestätigung Ludwig des Frommen für das Kloster Fulda mit einem Grafen Poppo aus dem Jahre 839 aufgeführt:

 

Id est ab illo loco.

Ubi chuningerinbach consurgit.

Per decursum eius usque quo in moin influit.

Deinde ad locum qui dicitur chuomarcha.

Inde ad locu.

qui dr grimila.

et heristraza.

Inde ad erleninen.

Inde ad locu qin dr wachenbach.

ad steinbach.

Inde ad locu qui dr crint ad locu et dictu fisbach.

et steinenhaue.

h via publicam.

usq ad qoddam bu....

inde marcham monasterii vocabulo Niunstat.

usque ad prenominatum locum.

ubi memoratus chunmgesbach consurgit.

Vnde: & fin

 

 

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