Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
  Locoritum 

Locoritum Genauigkeit
Tabelle Klaus Weyer
Genauigkeit der Locoritum Koordinaten. Langenprozelten erfüllt absolut nicht die Kriterien!
  Locoritum 

Locoritum Lage
Umgerechnete Locoritum Koordinaten
Die umgerechneten Locoritum Koordinaten sind in Marktheidenfeld am Warema Mitarbeiterparkplatz. Weit weg von Langenprozelten!
  Locoritum 

Locoritum See
Foto Klaus Weyer
Der kleine keltische See heute in Neustadt am Main. Der große See ist seit 1992 durch Ludwig Wamser bezeugt.
  Locoritum 

Locoritum Thingplatz
Foto Klaus Weyer
Der keltische Thingplatz auf dem Gaiberg, in Neustadt am Main. Er steht unter Denkmalschutz.
  Locoritum / Lokoriton war in Neustadt am Main 

Klaus Weyer, erstellt am 27. Dezember 2020.

Wo war Locoritum, auf griechisch Lokoriton?
In Lohr, Langenprozelten oder in Neustadt am Main?


Nach meiner festen Überzeugung ist Neustadt am Main, der Ort,
der als Locoritum in der Geographike Hyphegesis (Handbuch der Geographie) von Klaudius Ptolemaios um 150 existierte!



Die bisherigen Veröffentlichungen von Wolfgang Vorwerk (9) und von Klaus Weyer (1) über Locoritum.

Wertheimer Jahrbuch (2010/11) Seite 15-44.
Artikel von Wolfgang Vorwerk:
Landwege vom römischen Mainz ins Lager Marktbreit unter besonderer Berücksichtigung von Untermain und hessischem Ried: Beitrag zur Wegeforschung in Mainfranken 10 v.Chr. bis 10 n.Chr.
Keine Erwähnung der TU Berlin.

Main Echo vom 03.02.2011:
Artikel von Wolfgang Vorwerk:
Mit 40.000 Römern über den Main. Als Feldherr Sentius Saturnius mit der Rheinarmee von Mainz über Langenprozelten und Hofstetten zum Lager Marktbreit zog.
Keine Erwähnung der TU Berlin.

Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst vol. 63 (2011).
2 Artikel von Wolfgang Vorwerk:
Der Landweg der Römer von Mainz zum Truppenlager Marktbreit, Seite 13-22.
Die neue Genauigkeit der ptolemäischen Ortskoordinaten von "Germania Magna" und ihre Projektion auf Raum und Zeit zwischen Rhein, Main und Regnitz, Seite 23-42.
Ab jetzt Erwähnung der TU Berlin.

Main Echo vom 30.11.2016:
Vortrag von Wolfgang Vorwerk am 29.11.2016 im alten Rathaus in Lohr:
Langenprozelten soll Locoritum sein. Wolfgang Vorwerk glaubt nicht, dass der antike Kartograf Ptolemaios damit Lohr gemeint hat.

Main Post vom 01.12.2016:
Vortrag von Wolfgang Vorwerk am 29.11.2016 im alten Rathaus in Lohr:
Wo war Locoritum? Heimatforscher Vorwerk verortet historischen Verkehrsknoten nach Langenprozelten.

Jahrbuch für fränkische Landesforschung. Bd. 76-2016. Seite 1-40.
Artikel von Wolfgang Vorwerk: Locoritum. Ein keltisch-römischer Furtort bei Langenprozelten/Hofstetten am Main in Unterfranken.

Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Raumes Lohr vol. 5 (2016) Seite 9-47.
Artikel von Wolfgang Vorwerk:
Locoritum - ein keltisch-römischer Flussübergang im Raum Lohr? Ptolemaios: ein Buch mit sieben Siegeln?

Taschenbuch. Verlag Königshausen & Neumann, April 2019, ISBN: 978-3-8260-6740-2.
Buch von Klaus Weyer:

Vom Keltenheiligtum zum karolingischen Missionskloster - Neustadt am Main.
Das keltische Locoritum am Mainviereck, Seite 9 bis 20.

Der letzte, aktuelle Artikel von Wolfgang Vorwerk über Locoritum ist am 19.09.2020 in der Main Post erschienen:
Artikel von Wolfgang Vorwerk:

Locoritum: Zogen die Römer bei Langenprozelten über den Main? Wo lag Locoritum? Wolfgang Vorwerk ist überzeugt, dass es diese keltisch-römische Mainfurt bei Langenprozelten gegeben hat. Dort haben die Römer den Main überquert, sagt er.

https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/locoritum-zogen-die-roemer-bei-langenprozelten-ueber-den-main-art-10499690


Meine Antworten zu dem Artikel vom 19.09.2020 in der Main Post:

Langenprozelten war nicht Locoritum!
Und die Römer zogen dort auch nicht 6 n. C. mit 36.000 Mann über den Main!



Meine Argumente:

Argument 1: Die Koordinaten von Locoritum


* Die Koordinaten-Umrechnung der TU-Berlin von 2013 (2011) für Locoritum, ergeben folgende
heutige Koordinaten: 49°50'40'' Nord (Breite) und 9°37'10'' Ost (Länge). Das ist in Marktheidenfeld, in der Nähe des Warema Mitarbeiterparkplatz am Nikolausweg.

* Lohr a. Main wurde 2010 im Buch der TU-Berlin (mit A. Kleineberg und ohne H.-J. Nüsse) als Locoritum publiziert, obwohl die umgerechneten entzerrten heutigen Locoritum-Koordinaten weit weg von Lohr sind. Neustadt wurde als potenzieller Kandidat erwähnt. Langenprozelten wurde nicht erwähnt.

* Langenprozelten wurde 2013 in einem Artikel der TU-Berlin (mit H.-J. Nüsse und ohne A. Kleineberg) als Locoritum im Germania Anzeiger veröffentlicht. Von mir nicht nachvollziehbar, und auch nicht logisch. Obwohl die umgerechneten entzerrten heutigen Locoritum-Koordinaten sehr weit weg von Langenprozelten sind. Noch weiter weg als Lohr. Lohr wurde nicht mehr erwähnt und Neustadt wurde auch nicht mehr als potenzieller Kandidat erwähnt, warum?

* Die Genauigkeit der entzerrten numerischen Koordinaten von Ptolemaios, so Andreas Kleineberg (ohne H.-J. Nüsse) in der zfv-Zeitschrift Heft 2/2011 (im Mai 2011), sind „10 bis 20 km bzw. 5‘ bis 10‘ für die einzelnen Orte“.
* Prof. Lelgemann (+ 2017) sprach in Gudensberg (ohne H.-J. Nüsse), im April 2011, sogar von einer max. Genauigkeit von 15 km für die einzelnen Orte, die bei Ptolemaios aufgeführt sind.

* Langenprozelten liegt 23,6 km Luftlinie bzw. 13‘ N entfernt von den umgerechneten Koordinaten für Locoritum, und erfüllt damit ÜBERHAUPT NICHT die Genauigkeits-Anforderungen von beiden Wissenschaftlern A. Kleineberg und Prof. Lelgemann.

* Neustadt am Main liegt 9,5 km Luftlinie bzw. 5‘ N entfernt von den umgerechneten Koordinaten für Locoritum, und erfüllt damit VOLL die Genauigkeits-Anforderungen von beiden Wissenschaftlern A. Kleineberg und Prof. Lelgemann.

Die Quellen Nachweise für die Koordinaten-Umrechnung:

1. Das ursprüngliche Buch „GERMANIA UND DIE INSEL THULE“.
Andreas Kleineberg, Christian Marx, Eberhard Knobloch, Dieter Lelgemann, (ohne H.J. Nüsse).
Erschienen 2010, WBG Darmstadt.
Lohr am Main ist angeblich Locoritum. (Neustadt a.M. war erwähnt als potentieller Ort).

2. Der Artikel „Die antike Karte von Germania des Klaudios Ptolemaios“.
Andreas Kleineberg, Christian Marx, Eberhard Knobloch und Dieter Lelgemann (ohne H.J. Nüsse).
Erschienen in der zfv-Zeitschrift Heft 2/2011 (Mai 2011).

3. Der Artikel „Germania magna – Ein neuer Blick auf eine alte Karte. Entzerrte geographische Daten des Ptolemaios für die antiken Orte zwischen Rhein und Weichsel“.
Hans-Jörg Nüsse, Christian Marx und Dieter Lelgemann. (ohne E. Knobloch & A. Kleineberg).
Erschienen in GERMANIA Bd. 89 2011(2013), VERÖFFENTLICHT: 2019-09-27.
Langenprozelten am Main ist jetzt plötzlich Locoritum. (Lohr & Neustadt a.M. sind nicht mehr erwähnt).


Argument 2: Der Feldzug der Römer 6 n. C. nach Böhmen

* Der Markomannen Feldzug in Velleius Paterculus (römischer Zeitzeuge), Buch 2, 109 (5):
„Diesen Mann (Marbod) und diese Gegend (Böhmen) beschloss Tiberius Caesar im folgenden Jahr (6 n.C.) aus zwei verschiedenen Richtungen anzugreifen: Sentius Saturninus wurde beauftragt, durch das Land der Chatten hindurch eine Schneise in die zusammenhängenden Wälder Herkyniens zu schlagen und so mit seinen Legionen nach Boiohaemum zu marschieren - so lautete der Name des Gebietes, welches Maroboduus bewohnte. Er selbst machte sich auf, von Carnuntum (ca. 40 km süd-östlich von Wien) aus, welches eine Ortschaft des Königreiches Noricum war und jener Stelle am nächsten lag, seine Armee gegen die Markomannen zu führen“.

Meine Kommentare zum Feldzug von Sentius Saturninus:

* Kein einziges Rheinlager ist als Ausgangslager beim Feldzug von Sentius erwähnt (auch nicht Mainz)! Nur ein Winterlager an der Lippe ist erwähnt.

* Die Anzahl der römischen Soldaten unter Sentius und unter Tiberius sind nicht erwähnt!

* Der Feldzug von Sentius ging, von den Winterlagern an der Lippe, durch das Land der Chatten (über Kassel), nach Böhmen.
Nicht entlang des Mains, nicht über Langenprozelten und nicht über Marktbreit!


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Mehr Details:
Der Markomannen Feldzug 6 nC ging nicht über Langenprozelten und Marktbreit

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Zusätzliche Kommentare von mir:

* Eine keltische Münze in Hofstetten Richtung Steinbach macht noch lange keinen Sommer.
Eine keltische Lanzenspitze auch nicht. Die keltische Lanzenspitze wurde beim Schleussen Bau in Rothenfels gefunden, heute im Mainfränkischen Museum Würzburg zu sehen!

* Hohlwege gibt es viele, überall in Main-Spessart. Nicht nur in Langenprozelten!

* Wenn wirklich 36.000 oder 40.000 Römer in Langenprozelten den Main überquert hatten, laut Wolfgang Vorwerk, hätte man doch sehr viel römische Funde in Langenprozelten finden müssen.

* Das Römerlager Marktbreit wurde nie mit 12.000 Soldaten belegt, obwohl es dafür ausgelegt war. Geschweige denn mit 36.000 oder 40.000 Soldaten, laut Wolfgang Vorwerk! Die extreme Armut an Fundobjekten sowie ungenutzte Latrinen- und Vorratsgruben weisen darauf hin.

* Ptolemäische Bergium Daten zeugen für den Schwanberg!
Der Schwanberg ist nur 6,3 km bzw. 7‘ O von diesem ptolemäischen Ort entfernt, und erfüllt die die Anforderungen von Kleineberg und Lelgemann voll.
Marktbreit ist 16,4 km Luftlinie bzw. 12‘ O von diesem ptolemäischen Ort entfernt, und erfüllt die Anforderungen überhaupt nicht!

* Erst ab 16 n. C. wurden die römischen Pläne bezüglich Germaniens gestoppt.
Nicht schon um 10 n. C., nach der Varusschlacht, die 9 n. C. stattfand.


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