Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
  Das Buch 

zur Früh-Geschichte von Neustadt a. Main
Die Geschichte von Neustadt am Main
Von Locoritum, über Rorinlacha, und Neue Statt, zu Neustadt am Main
  Michil Statt 

Die Saalkirche der Michil Statt
Michil Statt Saalkirche
Ausgegraben 1974 in der Michaelskirche auf dem Michaelsberg
  Alte Statt 

Der Konvent und die Saalkirche der Alten Statt in Gelb
Alte Statt Kloster
Ausgegraben 781/82, unter dem Pfarrhaus.
  Neue Statt 

Die Vierungskirche der Neuen Statt in Grau. Die Saalkirche der Alten Statt in Gelb
Neue Statt Vierungskirche
Ausgegraben 1914 + 1946/47 + 1968/69 + 1969 + 1982 + 1991
  Die Geschichte von Neustadt am Main + mit dem keltischen Locoritum fing alles an + 

findet Ihr in dem Buch:

Klaus Weyer, Vom Keltenheiligtum zum karolingischen Missionskloster - Neustadt am Main.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2019, ISBN: 978-3-8260-6740-2


Der Kurzinhalt des Buchs:
Neustadt am Main zählt zu den ältesten Orten im Landkreis Main-Spessart.
Schon vor unserer Zeitrechnung verehrten die Kelten dort einen Heiligen See und hielten auf einem Thingplatz, auf dem Gaiberg, Gerichtstage ab.
Ptolomäus erwähnte den Ort um 150 als Locoritum, was, „Furt im See“ bedeutet. Locoritum hat nichts mit einer Mainfurt und auch nichts mit einem Römerfeldzug zu tun!

Ob die Römer dann um die Zeitenwende ein Kastell auf dem Michaelsberg erbauten, wäre noch zu erkunden.
Seit der Merowingerzeit befand sich auf dem Michaelsberg ein Jagdschloss. Um 640 soll sich, der Legende nach, die heilige Gertrud, Tochter von Pippin den Älteren, öfters dort aufgehalten haben.
Der englische Missionar Burkard erhielt das Jagdschloss 738 von dem Karolinger Karl Martell, und gründete dort das erste Kloster, die Michil Statt.
Burkard war solange in Rorinlacha, bis er Anfang 742 zum Bischof von Würzburg ernannt wurde. Er wurde nicht als Bischof geweiht, das wurde er schon 737/38 in Rom vom Papst.
Megingaud, sein Nachfolger auch im Bischofsamt, weihte 742 das Kloster an der Alten Statt ein, im Tal von Rorinlacha. Er erhielt den Grund und Boden bereits 738/9 von dem Mattonen Hatto.
Der Sumpf im Tal von Rorinlacha, vorher ein heiliger keltischer See, wurde ab 738/39 von Burkard und Megingaud trockengelegt.
Megingaud wurde Anfang 754 der Nachfolger von Burkard in Würzburg. Burkard und Bonifatius starben 755.
Nach seinem Rücktritt als Bischof von Würzburg ging Megingaud Anfang 769 zurück nach Rorinlacha an die Alte Statt.
Er gründete dann ab 772, auf Veranlassung von Karl dem Großen, ein Kloster für die Sachsenmissionierung im Tal an der Neuen Statt.
Das Kloster wurde 781 eingeweiht.
Um 1100 wurde die romanische Basilika mit einem neuen Kloster erbaut.
1803 wurde das Kloster aufgelöst und fiel an das Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg mit Sitz in Kleinheubach.

Das Inhaltsverzeichnis des Buchs:
Seite 7 Einleitung
Seite 9 Das keltische Locoritum am Mainviereck --> vor 500 v. Christus, und um 150 nC von Ptolemaios erwähnt
Seite 21 Die Römer in Mainfranken --> um 0
Seite 27 Die Christianisierung Mainfrankens --> nach 500
Seite 37 Burkard – bevor er nach Franken kam --> bis 738
Seite 47 Bonifatius – bis 738
Seite 55 Der Rombesuch von Bonifatius und Burkard --> 737/738
Seite 61 Bonifatius und Burkard ab 738
Seite 71 Die Gründungszeit des Bistum Würzburg --> Anfang 742
Seite 75 Megingaud in Rorinlacha
Seite 83 Burkard stirbt in Homburg am Main --> 755
Seite 89 Megingaud – der zweite Bischof von Würzburg --> 754 bis 769
Seite 93 Gründung der „Neuen Statt“ für die Sachsenmissionierung --> 772
Seite 119 Die Fakten zu Burkard und Megingaud im Überblick
Seite 127 Die Neustädter Klostermark von 772
Seite 138 Die Poppo Spessartmark von 839
Seite 143 Neustadt am Main im Wandel der Zeit
Seite 149 Anhang – Tabellen und Bildübersicht
Seite 153 Quellen und Literaturhinweise
Seite 157 Ende


Die alten Namen im Tal von Neustadt a. Main passen zusammen!

+ Zuerst Locoritum (erwähnt um 150 n.C.).
.. Übersetzt: „Furt im See“. Der See im Tal war ein keltisches Heiligtum, und existierte schon vor dem 5. Jhd. vor Christus. Vor über 2.500 Jahren!
+ Dann Rorinlacha (erwähnt 738 n.C.).
.. Übersetzt: „Ein mit Röhricht bewachsener Sumpf“. Der heilige keltische See war jetzt ein Sumpf. Ab 738/39 wurde der Sumpf trockengelegt.
+ Und dann Neue Statt (eingeweiht 781 n.C.).
.. Südlich von der Alten Statt (eingeweiht 742 n.C.) wurde die Neue Statt ab 772 gebaut. Heute Neustadt.

Die vier unterschiedlichen Klosterstätten der Benediktiner in Neustadt a. Main:

+ 738: Die Michil Statt auf dem Michaelsberg, mit einer merowingischen Saalkirche. Die Klosterkirche befand sich an der Stelle der heutigen Friedhofskirche.
+ 742: Die Alte Statt im Tal, mit einer merowingischen Saalkirche. Vorher wurde der keltische Sumpf trockengelegt. Das Kloster befindet sich heute unter dem Pfarrhaus/Pfarrheim.
+ 781: Die Neue Statt im Tal, ein Teil des karolingischen Vierungsturm der Klosterkirche steht noch. Der Nordturm der Basilika gehörte auch zu dem karolingischen Kloster aus 781.
+ um 1100: Die Romanische Statt im Tal, mit der 2-türmigen Basilika. Wobei der Nordturm freistehend ist, und im Südturm eine Kapelle eingemauert ist. Siehe dazu das Bild links oben auf der Home-Seite.

Die 2 ersten Äbte in Rorinlacha und die 2 ersten Bischöfe von Würzburg:

+ 738 bis 742: Burkard ist der 1. Abt in Rorinlacha auf dem Michaelberg, an der „Michil Statt“.
+ 742 bis 754: Burkard ist der 1. Bischof in Würzburg. Megingaud ist der 2. Abt in Rorinlacha im Tal, an der „Alten Statt“.
+ 754 bis 769: Megingaud ist der 2. Bischof von Würzburg, und gleichzeitig noch Abt der "Alten Statt" in Rorinlacha.
+ 755: Burkard stirbt am 2. Feb. 755 in Homburg a. Main.
+ 769 bis 781: Megingaud ist Abt in Rorinlacha an der „Alten Statt“.
+ 781 bis 783: Megingaud ist Abt an der „Neuen Statt“ im Tal.
+ 783:: Megingaud stirbt am 26. Sept. 783 in Neustadt a. Main.




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Die Ansicht der merowingischen Saalkirchen
Ansicht Michil Statt und Alte Statt, Markus Zwittmeier.
Michil Statt und Alte Statt, Markus Zwittmeier.
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Die Ansicht der karolingischen Vierungskirche
Ansicht Vierungskirche der Neuen Statt
Neue Statt, Walter Boeckelmann
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