Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
Die Allrounderin
Sr. Demetria OP, die Priorin von Kloster Neustadt von April 2005 bis April 2008
   

Foto: Ungemach
Sr. Demetria im Jahr 2004, Quelle Main-Post
  Schwester Demetria OP 

Am 14.04.2005 in der Mainpost erschienen.

Bild und Text von Martina Schneider.

Erstellt am 16.04.2005

 

Sie hat ein Herz für ihre Schwestern

 

Neustadt Schwester Demetria OP. heißt die neue Priorin des Missionshauses St. Josef in Neustadt. Die zurzeit 20 dort lebenden Schwestern wählten die Dominikanerin einstimmig in dieses Amt. "Die Priorin ist eine Art Bindeglied zwischen den Schwestern und für den Konvent verantwortlich", erklärt die 71-Jährige ihr Amt, das sie die nächsten drei Jahre innehaben wird. Auch als Ansprechpartnerin nach außen fungiert die Priorin.

 

"Ich bin zuständig vom Herzen für die Herzen und habe ein Herz für die Schwestern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben." Maximal zwei Amtsperioden, also sechs Jahre lang kann sie das Amt ausführen. Das ist im Orden so festgelegt.

 

In den vergangenen sechs Jahren war Schwester Theresita als Priorin im Kloster in Neustadt für die Schwestern zuständig, bereits unterstützt von Schwester Demetria als Sub-Priorin. Das Amt der Sub-Priorin hat nun Sr. Hilke übernommen.

Schwester Demetria kam am 2. Februar 1934 als Maria Greis in Konstanz zur Welt. Am 15. Januar 1958 trat sie in Neustadt in das Missionshaus St. Josef ein und legte am 5. Mai 1963 dort auch das Gelübde ihrer ewigen Profess ab. Nach kurzen Aufenthalten in Flörsheim, wo der Orden ein Krankenhaus betreibt, und auf dem Volkersberg in der Rhön kehrte sie im November 1966 nach Neustadt zurück. Sr. Demetria ist neben Sr. Albertina die zweite Dominikanerin, die ihre Mission nicht in Afrika oder Südamerika, sondern in Neustadt erfüllte.

 

"Die Leute im Dorf kennen mich sogar oft nur als die Gartenschwester", schmunzelt die 71-Jährige. Aufgewachsen auf dem Bauernhof ihrer Eltern lernte sie früh zupacken. In Neustadt sieht man die Ordensfrau meist im parkähnlichen Klostergarten werkeln oder auf dem Rasenmäher. Sie pflegt die Außenanlagen und sieht sich selbst ein bisschen als "Mädchen für alles".

 

"Jeder hat halt so seine Vorzüge und Veranlagungen. Ich gebe das, was ich habe und so bin ich glücklich", sagt sie. Seit 1986 versieht sie den Küsterdienst in der Pfarrkirche St. Michael und Gertraud. Wenn sie neben ihren zahlreichen Aufgaben und Pflichten noch Freizeit hat, widmet sie sich gerne einem guten Buch.

 

 

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