Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
Aus der Fries Chronik
Bischof Burkard (rechts) im Jahre 751 bei Papst Zacharias (Mitte links) in Rom vor dem Grab Petri
   

Online
Lorenz Fries: Chronik der Bischöfe von Würzburg - online
  Burkard, 1. Abt von Neustadt + 1. Bischof von Würzburg 

Erstellt am 28.10.2005, letzte Korrektur am 30.03.2013 

 

Burkard / Burkhard stammt wie Bonifatius (*um673) aus dem westlichen Südengland. Er wurde um 683 bis 685 geboren und war auch wie Bonifatius ein Benediktiner.

Fakten zur Berechnung des Geburtsjahr:

Burkard ist 755 gestorben, 40 Jahre als Priester gewirkt und zum Priester im Mindestalter von 30 Jahren geweiht.

Fall 1: 755 – 40 = 715, 715 – 30 = 685.

Fall 2: 755 – 40 = 714, 714 – 30 = 683.

 

Wann Burkard zur Missionsarbeit aufs Festland zog ist unklar. Es könnte schon vor/um 717 gewesen sein. In der jüngeren Vita Burkardi ist erwähnt, dass Burkard von England nach „Galia Comata“ ging.

Vielleicht ging Burkard nach Rennes, es lag in der Galia Comata, und von dort aus mit Moderan (Moderamm) von Rennes 718 dann nach Berceto.

 

734 oder 735, Adoption Pippin III. durch den Langobardenkönig Liutprand in der Lombardei. Quelle: Karolingische Regesten c735-n.53h.

Pippin war 734, 20 Jahre alt. Pippin III. war nun königliches Geschlecht.

Luitprand starb im Jan. 744.

Karl der Große, der Sohn von Pippin und Bertrada, wurde 748 geboren.

 

Vor 737: Burkard hielt sich wahrscheinlich in Berceto in der Lombardei auf.

Folgende Hinweise sprechen dafür:

1. Verehrung Burkards in Berceto, in der Diözese Parma.

2. Der Priscillianus-Codex in Würzburg stammt aus Norditalien.

3. Hinweis „is est Lombardie“ in der jüngeren Vita Burkardi.

4. Pippin III. hielt sich um 734 auch in der Lombardei auf und wurde sogar von Liutprand „adoptiert“. Der Lombardenkönig Luitprand (712-744) war ein großer Freund von Karl Martell, dem Vater von Pippin III. Dort lernten sich Burkard und Pippin sicherlich kennen. Burkard und Pippin hatten danach ein sehr gutes Verhältnis, so ging Burkard 750/51 im Auftrag von Pippin III. nach Rom zum Papst um erfolgreich für Pippin die Königsfrage zu stellen. Pippin wurde daraufhin im Nov. 751 von der Reichsversammlung zum König gewählt.

 

Direkt durch Berceto führte die Via Francigena, der alte Fernweg von Canterbury über Reims, Lausanne, den großen San Bernhard, Pavia, Piacenza, Berceto, usw. bis nach Rom. Berceto ist der letzte Ort ehe man den Cisa-Pass des Apennins überquert. Die Via Francigena wurde ursprünglich von den Langobarden errichtet, um ihre Hauptstadt Pavia mit Rom zu verbinden.

Der ehemalige Bischof (703-18) Moderan (Moderamm) von Rennes war ab 718 bis zu seinem Tod am 22. Oktober 731 Abt im Kloster Berceto. Das Kloster in Berceto gründete der Langobardenkönig (712-744) Liutprand 738.

Liutprand war der Langobardenkönig, der Pippin III. 734 in Pavia in der Lombardei adoptierte und der Karl Martell bei seinem Feldzug gegen die Sarazenen / Araber im Jahre 732 bei Tour und Poitiers und 737 in der Provence unterstützte.

 

737/738: 1te Romreise von Burkard.

Bonifatius trifft wahrscheinlich in der Lombardei, in Berceto, auf Burkard und in Rom auf Lullus.

In beiden Viten des Burkard findet man den Hinweis auf den Rombesuch zusammen mit Bonifatius.

In der jüngeren Vita Burkhardi, Buch 1, ist der Rombesuch ausführlich beschrieben.

Es wird behauptet, dass Burkard vom Papst als Bischof geweiht wurde und das Burkard mit Heiligenreliquien vom Papst beschenkt wurde. Handelte es sich vielleicht dabei um Reliquien vom Apostel Andreas?

 

Pippin III., schenkt Bonifatius in Rorlach / Rorinlacha, ein ehemaliges Jagdschloss der Karolinger. Burkard gründete mit höchster Wahrscheinlichkeit um 738 die erste Klosterzelle in Rorinlacha, heutiger Friedhof auf dem Michaelsberg in Neustadt am Main. Quelle Fries Chronik.

 

Um/Vor 738 ist Burkard und sein Landsmann Denehard in einem Brief von Lul an die angelsächsische Äbtissin Cuniberta, Kloster Wimbourne in England, erwähnt (M. Tangl, NA 41, 1919, S. 40).

 

 

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Hier die Fakten, die belegen, dass Burkard 1ter Abt im Kloster Neustadt war:


Hinweis 1 in der Fries-Chronik (geschrieben um 1545):
„Um für Burkhards Gefährten und dessen neue Schüler eine Stätte zu gründen, wo dieselben ruhig dem Gebete und Betrachtungen obliegen könnten, erbat sich der heilige Bonifatius vom Herzoge Witwin (Pippin), Pfalzgrafen und Erbmarschalken des Königreiches in Franken, dessen eigentümliches Jagd- und Luftschloss am Main mit Namen Rorlach, und schuf daraus das Kloster Neuenstatt. Burkhard war Abt und zugleich bei dem Herzoge Witwin (Pippin) Rat und Kanzler“.


Hinweis 2:
Inschrift auf der Grabplatte von Megingaud aus dem Jahr 783. Megingaud ist der 2. Abt in Neustadt.

Hinweis 3:
Bonifatius hat 741 bestimmt nicht einen Ortsfremden als Bischof von Würzburg eingesetzt.

 

Hinweis 4:

In der Fries Chronik.

Die erste Zeit als Bischof von Würzburg soll Burkard, laut Fries, noch in Neustadt gewesen sein.

 

Hinweis 5:

Quelle: Klosterbuch der Diözese Würzburg, Band 1, 1873, Georg Link, Seite 181.

Text der Bisitation der geistlichen Räthe von Würzburg am 18. August 1762, abgehalten im Kloster Neustadt.

„... hat der hl. Bischof Burkard, der erste Abt dieses Ortes sowie sein Nachfolger Megingaud, welcher auch auf dem Würzburger Stuhle sein Nachfolger war; es ist dies die hl. Stätte des ältesten Klosters, das mit dem Würzburger Bisthum gleichen Alters ist, und ...“.

 

Hinweis 6:

Burkard wird im Catalogus Venerabilium Dominorum Abbatum Monasterii Neustatt ad Moenum von Abt Bernhard Krieg, als 1ter Abt vom Kloster Neustadt aufgeführt.

 

Hinweis 7:

In der Fries Chronik, der Einleitungstext zu Megingaud.

Maingut oder Megingaud war ein geborener Graf von Rotenburg an der Tauber, von Jugend auf in dem hessischen Kloster Frideslar erzogen. Seiner Gelehrsamkeit wegen wurde er von St. Burkhard als Abt nach Neuenstat berufen, wo ihn Kaiser KarI (später) als solchen bestätigte.“

à In Neustadt muss schon vor 769, wahrscheinlich ab 742, eine Klosterzelle im Tal an der alten Statt existiert haben.

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Am 21. Okt 741 weiht Bonifatius in Sülzenbrücken, unter Assistenz von Bischof Burkard und Bischof Witta, Willibald zum Bischof. Burkard und Witta waren also schon vorher zum Bischof geweiht worden, ohne einen Bischofssitz.

 

Nachdem Karl Martell am 22. Okt. 741 gestorben war, gründet Bonifatius Anfang 742, mit Zustimmung von Hausmeier Karlmann, für die 3 Stämme des ehemaligen Thüringerreiches 3 Bischofssitze: Würzburg, Büraburg und Erfurt.
Die Bistümer Büraburg und Erfurt existierten, wenn überhaupt, nicht lange. Erfurt ist bereits 755 und Büraburg 760 als Mainzer Teilsprengel dokumentiert.

Burkard wird der erste Bischof von Würzburg.
Die erste Zeit als Bischof soll er, laut Lorenz Fries, noch in Neustadt am Main gewesen sein.

Karlmann schenkt 25 Königskirchen und das Kloster Karlburg an das Bistum Würzburg.

 

Am 1. April 742 schreibt Papst Zacharias je einen Brief an die 3 neuen Bischöfe mit Bischofssitz, Burkard, Witta und Adaelarius. Nur der Brief an Witta ist erhalten.

Antwort von Papst Zacharias, auch am 1. April 742, auf den Brief 50 von Bonifatius mit Bestätigung der 3 neuen Bischöfe, Sprengel und Städte, der Papst hat jedoch Bedenken wegen der Größe der Städte.

 

Erste austrische Synode: Concilium Germanicum am 21. April 742 unter Karlmann I. und Bonifatius, ohne die bayerischen und alemannischen Bischöfe. Bischof Burkard nimmt teil.
Quelle: Vita Willibaldi episcopi Eichstetensis, in Codex latinus Monacensis 1086.

 

743, März 01, 2te austrische Synode zu Estinnes an der Sambre im Hennegau, für Karlmanns Herrschaftsgebiet. Bonifatius und Bischof Burkard nehmen teil.

 

743, 8. Juli, 1te Translation, Burkard ließ die Gebeine von St. Kilian und seinen Gefährten erheben und in die Kirche auf den Marienberg in Würzburg bringen. Kilian war zu dieser Zeit auf jeden Fall schon länger als 50 Jahre tot, die Märtyrer waren in einem Pferdestall verscharrt worden.

 

Megingaud gründet um/nach 742 das 2te Kloster in Rorinlacha an der „alten Statt“, eine kleine, einschiffige Saalkirche mit kleinem Klosterkonvent, heute unter dem jetzigen Pfarrhaus liegend. Diesen Besitz hatte er zu dieser Zeit von Comes Hatto erhalten.
Patrozinien nach Dr. Franziskus Büll OSB, Münsterschwarzach: Martin (11. November), Petrus und Paulus (29. Juni), Maria (25. März).

 

745, Frühjahr, Gesamtfränkische Synode unter Vorsitz der beiden Hausmeier Karlmann I. und Pippin III., wahrscheinlich in Mainz.

 

746, 2te Translation (Erhebung) der Gebeine St. Kilians zurück an den Ort der Bestattung. Zu dieser Zeit steht wahrscheinlich eine aus Holz gebaute Bischofskirche auf der rechten Mainseite.

 

Burkard nimmt an der 746 oder 747 geleiteten Zusammenkunft des im Frankenreiche tätigen Episkopates angelsächsischen Stammes teil.

 

Burghart und Wilbald sind im Mahnschreiben (Brief 73 des Bonifatius, laut Tangl zw. 746 und 747 geschrieben) von Bonifatius an den sittenlosen König Aethelbald von Mercien (heutiges Großbritannien) aufgeführt.

 

12. März 747, Burkard mit unterzeichnet die Urkunde für das Kloster Fulda: Bonifatius beurkundet auf Grund der Schenkung Karlmanns und Pippins die Grenzbeschreibung des Klostergebietes. Laut Stengel soll es eine Fälschung des Mönches Rudolf von Fulda von 822-824 sein.

 

März, 747, auf einer von Karlmann initiierten Synode in Austrien, unterschreibt auch Burkard die Obödienz-Erklärung an Papst Zacharias. Bonifatius und 13 Bischöfe nahmen teil.

Pippin informierte sich parallel direkt beim Papst über das rechte Verhältnis zwischen Priestern, Chorbischöfen und Metropoliten.

 

Die 2te Romreise von Burkard:

Burkard überbringt am 1. Mai 747 in Rom die Obödienz-Erklärung (Das von den fränkischen Bischöfen unterzeichnete Gehorsams- und Treuebekenntnis) an den Papst (Neues Archiv 41, 1919, S. 54).

Der „hier gegenwärtige (in Rom) uns liebwerte Bischof Burghart“ bzw. „Burhardo Wirzaburcnensi episcopo“ ist in zwei Briefen von Papst Zacharias (Brief 80 und 82 der Bonifatiussammlung) an Bonifatius erwähnt.

 

Nach 15. August 747, Karlmann I. dankt ab, oder wird vielleicht von Pippin III. abgesetzt. Karlmann ist am 15. August 747 letztmals im Amt bezeugt.

Karlmann geht nach Rom und ist dann ab 750 wahrscheinlich Mönch im Kloster Montecasino.

Karlmanns Sohn Drogo war 748 als Hausmeier in Austrien bezeugt. Pippin III. der Jüngere (Vater von Karl den Großen) wird dann Hausmeier in Neustrien und Austrien. Er ignorierte den Anspruch von Karlmanns Sohn Drogo.

 

2. April 748, Geburt Karl des Großen.

 

Um 750 gründete Burkard auf dem linken Mainufer an der Stelle des späteren Klosters St. Burkard das Benediktinerkloster St. Andreas.

Die ursprünglichen Patrozinien der Kirche sind unklar. In der jüngeren Vita Burkhardi gibt es unterschiedliche bzw. widersprüchliche Aussagen dazu:

1. Buch 2 - Kapitel 8, …zu Ehren der hl. Gottesgebärerin und des hl. Apostel Andreas geweiht, …

2. Buch 2 - Kapitel 9, …Magnus, der, da er zwei Namen hatte, auch Andreas hieß,…

3. Buch 2 - Kapitel 9, …und in der vorher erwähnten Basilika des seligen Apostel Andreas beigesetzt wurde.

4. Buch 3 - Kapitel 3, …vom seligen Burkard zu Ehren des seligen Apostels Andreas und des hl. Martyrer Magnus geweiht worden war, …

5. Buch 3 – Kapitel 3, Den Körper des hl. Martyrers Andreas oder Magnus aber, den wir oben erwähnten, überführte …

 

3te Romreise von Burkard:

Abt Fulrad vom Kloster St. Denis, ein Westfranke und Bischof Burkard, ein Ostfranke, gehen 750/751 mit Zustimmung der Reichsversammlung nach Rom (nicht Bonifatius) und holen die Zustimmung vom Papst Zacharias den Merowingerkönig Childerich III. als König abzusetzen. Der Weg für Pippin III. war frei.

 

Daraufhin wird im November 751 Pippin der Jüngere (III.) von der Reichsversammlung in Soissons zum König der Franken gewählt.

 

751 / 752, Pippin III., nicht Karlmann I., stattet das Bistum Würzburg mit dem Zehnten aus und verlieh ihm die Immunität.

Bischof Burkhard hatte Pippin III. durch seine Mithilfe bei der diplomatischen Vorbereitung der Königserhebung am päpstlichen Hof einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Pippin wurde durch die Mithilfe Bischofs Burkhard von Würzburg im Nov. 751 zum König gewählt Die Merowinger wurden durch die Karolinger als Könige abgelöst und der existierende merowingische König Schilderich wurde in ein Kloster verbannt.

 

Attigny Juni 753, Burkard (und Megingozi) mitunterzeichnet die Urkunde für das Kloster Fulda: Pippin bestätigt Bonifatius das Exemtionsprivileg des Papstes Zacharias für das Kloster. Laut Stengel eine Fälschung des Mönches Rudolf von Fulda kurz vor 856.

 

6. Januar 754, Pippin III. empfängt Papst Stephan II. am Epiphanias-Tag in der Pfalz in Ponthion. Papst Stephan bleibt das ganze Jahr 754 bis Anfang 755 im Frankenreich.

 

Anfang 754, Bischof Burkard dankt ab und geht mit 6 von seinen Mönchen nach Homburg am Main und will in Michilstat ein Kloster bauen.
Michilstat könnte in Homburg gelegen sein, sicher nicht im Odenwald.

 

Anfang 754, Megingaud wird von Bonifatius zum Bischof von Würzburg (754 – 769) geweiht.

Er ist gleichzeitig Abt im Kloster Neustadt.

 

754, Pippin und seine beiden Söhne Karl und Karlmann werden von Papst Stephan II. in St. Denis, im alten Hauskloster der Merowinger, gesalbt und als Könige bestätigt. Pippin wurde vom Papst mit heiligem Öl gesalbt und erkannte damit die geistige Herrschaft des Papstes an.

 

Burkard stirbt am 2. Februar 755 (nicht 753 oder 754) in Hohenburg, heutiges Homburg am Main (nicht in Würzburg oder Italien). Quelle: Vita Burkardi II. Burkard stirbt im 40. Jahr als Priester und nicht als Bischof!

Bischof Megingaud (Megingoz), sein Nachfolger, ließ Burkard im Salvatordom bei den Gebeinen der Frankenapostel bestatten.

Burkard vererbte Michilstat und Homburg seinem Freund Megingaud.

 

Bonifatius wird am 5. Juni 755 in Friesland bei Dokkum ermordet.

 

Am 11. Oktober 988 (nicht 986) überführte Bischof Hugo, Burkards Gebeine in das Andreaskloster.

 

1955 wurde das Grab in der Sankt Burkarduskirche wieder entdeckt. Die Reliquien ruhen heute in einem vom Würzburger Goldschmied Theo Sebald geschaffenen Reliquienschrein auf einem Seitenaltar der Kirche.

 

Der Festtag des hl. Burkard ist am 14. Oktober.

 

 

Zeugnis über sein Leben geben zwei legendenhafte Vitae, die erste, die Vita Burkardi I. entstand laut Karl Bosl um 855. Laut Karl Bosl ist die Vita Burkardi I., wie auch die jüngere Passio maior sti. Kiliani, von Mönch Engelhard geschrieben. Die Vita Burkardi II. entstand gegen Mitte des 12. Jahrhunderts um 1125, Autor der jüngeren Burkard Vita ist Abt Ekkehard von Aura.

 

Was

Wann

Wer

Vita Burkardi I.

um 855

Mönch Engelhard, Quelle: Karl Bosl

Vita Burkardi II.

um 1125

Abt Ekkehard von Aura, + 20. Februar 1130

 

 

 

Hier weitere Topics und die zugehörigen Quellen, welche die Fakten zu Burkard (und Megingaud) untermauern.

 

1. Berowelf, der Nachfolger von Bischof Megingaud, nahm Mitte April 769, am 12. bis 14. April, an der Lateransynode teil.

Quelle: Aus der MG Concilia 2/1, 74ff. n. 14.

à Megingaud dankt um/zwischen Dez. 768 und Feb. 769 als Bischof von Würzburg ab.

 

2. Megingoz hatte den Würzburger Bischofsstuhl 15 Jahre lang inne (rexit quindecim annos).

Quelle: Aus der jüngeren Burkardsvita von Abt Ekkehard von Aura.

à Megingaud wird um Jan. 754 zum Bischof von Würzburg geweiht.

 

3. Der Todestag von Burkard ist der 2. Februar.

Quelle: Aus dem „Chronicum Wirziburgense“.

Quelle: Aus der jüngeren Burkardsvita.

Quelle: Aus der Chronik von Lorenz Fries, dass Burkard „am tag Marie lichtmeß starb“.

à Siehe nächster Punkt.

 

4. Das Megingaud „bey leben sant Burgharten ongeheuerlich ain jore (…) regiert hat“.

Quelle: Aus der Chronik von Lorenz Fries.

à Burkard ist am 2. Feb. 755 in Homburg am Main gestorben.

 

5. In einer Urkunde von Juni 753 für das Kloster Fulda ist der Megingoz als Zeuge erwähnt. Die Urkunde ist unterzeichnet von Pippin, Erzbischof Bonifaz, den Bischöfen Burghard (Wirzburg), Willibald (Eichstädt), Lul (episc.), Eoban (Utrecht), Ciliman, den priestern Folcrem, Megingoz, den grafen (praefecti) Throand, Liutfrid, Hrunzolf, Hroggo u. a.

Quelle: Karol. Regesten 753 iuni 00 - n. 72.

à Megingaud ist im Jun. 753 noch Priester.

 

6. Megingoz/Megingaud wird von Bonifatius zum Bischof von Würzburg geweiht.

Quelle: Aus den „Miracula sancti Goaris“ des Wandalbert von Prüm.

Quelle: Auf der Aufschrift des Megingaud-Sarkophages, hergestellt in Neustadt am Main. Heute in der Krypta des Würzburger Neumünsters.

à Bischofsweihe Megingauds durch Bonifatius um den Januar 754.

 

7. Burkards Bischofsweihe und die Würzburger Bischofsgründung fand im Jahre 741 statt.

Quelle: Aus der Annalista Saxo.

 

 

 

Literaturhinweise

 

Würzburger Chronik, Band 1, Gedruckte Ausgabe von 1848 und Online-Version, Von Geheimschreiber M. Lorenz Fries aus urkundlichen Quellen um das Jahr 1545 niedergeschrieben.

 

Würzburger Diözesan Geschichtsblätter (WDGB) Band 48, 1986:

Burghard – Bischof von Würzburg, Alfred Wendehorst, Seite 91-95.

Die Frühzeit des Bistums Würzburg, Heinrich Wagner, Seite 111-131.

Vita sancti Burkhardi 1, Klaus Wittstadt, Seite 7-17.

Vita sancti Burhardi 2, Franz Josef Bendel und Joachim Schmitt, Seite 19-89.

 

1250 Jahre Bistum Würzburg, 1992:

Die Zehnschenkung Pippins für Würzburg (751/2), Heinrich Wagner, Seite 35-38.

 

Würzburger Diözesan Geschichtsblätter (WDGB) Band 65, 2003:

Die Würzburger Bischöfe 741-842, Heinrich Wagner, Seite 17-43.

 

Bonifatiusstudien, Dr. Heinrich Wagner, Würzburg 2003, XXXVI + 270 S., Kommissionsverlag Ferdinand Schöningh, Würzburg (Buchhandel), ISBN 3-87717-066-8

 

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