Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
BA = Bernardus Abbatus
Das Gemälde von Abt Bernhard Krieg hängt in der Marienkapelle
   

Klosterhof Waldzell
Das Wappen von Bernhard Krieg am ehemaligen Klosterhof in Waldzell
   

Renoviert 1976
Das Abtzeichen am ehemaligen Rentamt
  Der Abt Bernhard Krieg 

Erstellt am 30.01.2004


Bernhard Krieg wurde 1668 in Eußenhausen bei Mellrichstadt geboren und aufgewachsen.
Er studierte anschließend in Würzburg.
1687, mit 19 Jahren, hatte Bernhard Krieg sein Noviziat im Kloster Neustadt begonnen.

Am 20.12. 1692 wurde er zum Priester geweiht.

 

Bernhard Krieg begann, als er noch einfacher Professe war, um das Jahr 1695 das „Ephemeris Neostadiana“, eine Art Tagebuch der Benediktinerabtei Neustadt am Main über die letzten 180 Jahre ihres Bestehens.

Er begann in den Aufzeichnungen mit dem Jahr 1631 und zeichnete das Lebensbild eines jeden Religiosen der Abtei auf.

Die Angaben zu seiner eigenen Person machte er bis zum 12.10.1698.

 

Am 12.10.1698 wurde er zum Pfarrer von Karbach bestellt. Er war bis 1703 Pfarrer in Karbach.

Anschließend war er von 1703 bis 1729 Abt von Kloster Neustadt.

 

Ebenso erstellte er den Katalog der Äbte von Neustadt, den >CATALOGUS ABBATUM Monasterij Neustatt ad Moenum. Eine Handschrift aus dem Jahre 1724. Sie dient als Grundlage für die Abtliste von Kloster Neustadt.

 

Bernhard Krieg war ein Mann des Gebets und der geistlichen Sammlung.
Er trug die 100-jährige Schuldenlast, verursacht durch Bischof Julius Echter (neuer Kirchenbau von 1635-1623), ab. Unter ihm waren 20 Conventualen in der Abtei.


Er baute in Neustadt, Pflochsbach, Waldzell, Ansbach ...

 

Pflochsbach, ehem. Pfarrhaus          Margarethenhof, Kapelle                            

Kaufte für 1516 Reichsthaler von den Herrn zu Oppach 16 Malter Getreidegült mit Rechten in Schwebenried.
Kaufte für 1900 fr. Gulden die übrigen Güter der Familie Oppach in Schwebenried.
Kaufte für 23000 rh. Gulden das Freigut in Kronungen von den Herrn von Ingelheim, welches Abt Bernard Höhlein um 4000 Reichsthaler ohne Rückkaufsrecht verkauft hatte.
Führte den Ladstatter Zoll zu Hafenlohr wieder ein, der 41 Jahre lang nicht erhoben wurde.

 

Sein Bild, Porträt, hängt in der Marienkirche (Werktagskirche) an der Südlichen Wand.

 

Sein Wappen befindet sich im Schlussstein des Gewölbes der Marienkapelle, am westlichen Klostertor (1719) und an dem südwestlichen Gebäude und dem zugehörigen Treppengeländer im Klosterhof und am Giebel der Kapelle des Margarethenhofes (1709). Ach findet man einfache Zeichen von ihm. Das Neustädter „N“ und den beiden Zeichen B A (Bernardus Abbatus) bzw. A B, manchmal mit Jahreszahl. So am Osttor des Margarethenhof (1706) oder an der Tür zum Klostergarten, links am Gehweg zum Friedhof in Neustadt., kurz nach der Teppe.

An der Decke der Marienkapelle

 

Er ist auch in umliegenden Orten mit seinem Wappen noch mehrfach vertreten, so am Haus des Klosterhof/Pfarrhof in Pflochsbach (1711) und an der Klosterscheune in Waldzell (1707).

 

Neustädter Abtzeichen aus seiner Zeit findet man in Pflochsbach (1712 und 1720), Retzbach, Ansbach (1724) und an der ehemaligen Zehntscheune in Steinfeld.

 

 

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